Faulbrutsporen-Untersuchung im Labor der Kärntner Imkerschule

Futterkranzprobe - So gehen Sie auf Nummer sicher!

Futterkranzproben aus ganz Kärnten werden im Labor der Kärntner Imkerschule untersucht
Futterkranzproben aus ganz Kärnten werden im Labor der Kärntner Imkerschule untersucht

Es herrscht wieder Hochbetrieb im Labor der Kärntner Imkerschule: "Über 500 Futterkranzproben sind bereits eingetroffen und bis Mitte Mai wird voraussichtlich der Höhepunkt erreicht werden", so Laborleiterin Anne Lenk.

 

2017 wurden im Ochsendorfer Labor über 1.200 Faulbrutsporen-Untersuchungen durchgeführt. Vielen Dank an die Kärntner Imkerinnen und Imker denen nicht nur die Gesundheit der eigenen Bienenvölker wichtig ist...

Die Amerikanische Faulbrut lässt die Brut seuchenartig durch Bakterien erkranken
Die Amerikanische Faulbrut lässt die Brut seuchenartig durch Bakterien erkranken

Denn bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine seuchenartige Erkrankung der Bienenbrut, die sich durch Bakterien verbreitet. Durch die Analyse einer Futterkranzprobe kann die Anwesenheit des Erregers bereits festgestellt werden, wenn noch keine klinischen Symptome sichtbar sind. Dadurch können rechtzeitig Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden.

 

Die Entnahme von Futterkranzproben kann und soll jeder Imker selbst vornehmen!

Anleitung zur Entnahme einer Futterkranzprobe

Nur der flüssige Anteil der Futterkranzprobe ist entscheidend
Nur der flüssige Anteil der Futterkranzprobe ist entscheidend

1. Man entnimmt eine Brutwabe mit einem offenen Futterkranz über der Brut.

2. Mit einem kleinen Plastik- oder Teelöffel sammelt man mindestens 1 Teelöffelmenge Honig/Futter.

3. Diese Teelöffelmenge gibt man in den Probenbecher. Die Futterkranzprobe sollte möglichst wenig Wachsteile beinhalten – NUR der flüssige Anteil ist für die Untersuchung entscheidend!

4. Für das nächste Volk nimmt man einen neuen Plastik- oder Teelöffel um mögliche Verschleppungen zu verhindern.

5. In einen Becher können Proben von bis zu 6 Völkern (Sammelprobe) zusammengefasst werden.

Wichtig: Bei weniger als 5 Völkern muss aber mind. die Menge von 5 Teelöffeln entnommen werden, damit die notwendige Masse an Probenmaterial für eine Untersuchung im Labor vorhanden ist. Beispiel anhand 2 Völkern: Von jedem Volk mind. 2½ Teelöffelmengen in einen Probenbecher geben.

Das aktuellste Formular mit VIS Nummer und die vollständige Beschriftung der Probe sind für die Abgabe wichtig
Das aktuellste Formular mit VIS Nummer und die vollständige Beschriftung der Probe sind für die Abgabe wichtig

6. Der Probenbecher wird deutlich beschriftet, damit man auch später selbst nachvollziehen kann aus welchen Völkern die Sammelprobe entnommen wurde.

7. Korrekte Beschriftung des Bechers: Name, Bezeichnung des Bienenstandes und der Völker

8. Die auf diese Weise gewonnenen Proben gibt man zusammen mit einem ausgefüllten Antragsformular beim Landesverband für Bienenzucht in Kärnten, Ochsendorf 16, 9064 Pischeldorf ab, bzw. versendet sie dorthin.

9. Das aktuellste Antragsformular für Laboruntersuchungen und die Anleitung zur richtigen Entnahme der Futterkranzprobe kann hier unter Downloads/Formulare/Labor heruntergeladen und vollständig mit jeweiligen VIS Nummer ausgefüllt werden.

10. Die Untersuchungen im Labor der Kärntner Imkerschule dauern bis zu 14 Tage, danach erhält der Imker das Ergebnis als Protokoll und die Rechnung per Post bzw. per E-Mail zugesandt.

Unterstützung im Labor der Kärntner Imkerschule

Im Labor der Imkerschule: Alenka Slatinek studierte Lebensmitteltechnologie in Ljubliana
Im Labor der Imkerschule: Alenka Slatinek studierte Lebensmitteltechnologie in Ljubliana

Als Praktikantin leistet zur Zeit Alenka Slatinek ihren wertvollen Dienst im Labor der Kärntner Imkerschule. Dabei gilt es, bei der hohen Anzahl an Laboruntersuchungen tatkräftig zu unterstützen und Erfahrungen für die weitere berufliche Laufbahn zu sammeln.

 

Für die Praktikumsdauer wünschen wir Alenkea Slatinek alles Gute und viel Freude beim Landesverband für Bienenzucht in Kärnten!