Das Kärntner Honiggütesiegel - Qualität schafft Vertrauen!

Hochbetrieb im Labor der Imkerschule

Anne Lenk bei der Untersuchung des Honigs für die Kärntner Honigprämierung
Anne Lenk bei der Untersuchung des Honigs für die Kärntner Honigprämierung

Dutzende Honige treffen nun täglich an der Kärntner Imkerschule ein, denn 11. August ist Einsendeschluss für die Honigprämierung. Nachdem Rosemarie Reinwald einen prüfenden Blick über die beigelegten Anträge geworfen hat, werden die süßen Schätze der Kärntner Imkerinnen und Imker von Laborleiterin Anne Lenk übernommen...

Honig aus Kärnten - durch unsere Carnica

Aufbauend auf den Kriterien des Österreichischen Gütesiegels, muss Kärntner Honig zwei weitere wichtige Kriterien erfüllen:

  1. Der Honig muss aus Kärnten sein, das ist durch die Pollenanalyse nachweisbar
  2. Die Imker die das Kärntner Gütesiegel verwenden, müssen sich zur Haltung der Carnica Biene bekennen

Durch die Bestimmungen der Honigqualitätsordnung soll den Konsumenten, die Honig beim Imker oder im Handel erwerben, die Sicherheit für den Erwerb eines echten Naturproduktes gegeben werden. Eine naturbelassene, hohe Qualität des Kärntner Honigs ist die Garantie für das Vertrauen der Honigkunden zum Produkt.

Die passenden Laborwerte

Die lebensmittelrechtlichen Bestimmungen und Gesetze sind einzuhalten. Um Honig mit dem Qualitätssiegel kennzeichnen zu können, muss dieser vollwertig, einwandfrei gewonnen, rein und naturbelassen sein. Hier ein Auszug aus der Kärntner Honigqualitätsordnung:

Büroleiterin Rosemarie Reinwald kümmert sich um die schriftliche Vorbereitung
Büroleiterin Rosemarie Reinwald kümmert sich um die schriftliche Vorbereitung
Im Labor der Imkerschule wird der eingereichte Honig auf die Probe gestellt
Im Labor der Imkerschule wird der eingereichte Honig auf die Probe gestellt

Invertaseaktivität:

Mindestens 37,5 Einheiten nach Siegenthaler (ES) mit Sonderregelung für Honige mit geringem natürlichen Gehalt an Fermenten.

Wassergehalt:

Maximal 17,5 %, Methode nach Chataway / Wedmore für Blütenhonig, Blüten mit Waldhonig, Waldhonig. Alpenrosenhonig bis max. 18,5 %.

HMF-Wert:

Der Hydroxymethylfurfuralgehalt (HMF-Wert) darf maximal 10 mg/kg im Imkereibetrieb und maximal 15 mg/kg im Wiederverkauf betragen.

Elektrische Leitfähigkeit:

Blütenhonige: 0 - 400 μScm-1
Blüten mit Waldhonig: Über 400 bis unter 800 μScm-1
Waldhonig: Über 800 μScm-1, entsprechende Sensorik und Zusammensetzung - typisches Zuckerspektrum, Algen, Pilzsporen....

pH-Wert:

Blütenhonige: 3,6 bis 4,5

Waldhonig: 4 bis 5,4

Kärntner Honigqualitätsordnung als Download

Die sensorische Beurteilung

Die Honigsensoriker überprüfen und bewerten die Farbe und Konsistenz, Geruch, Geschmack und die Harmonie des Honigs.

 

Um gleiche Voraussetzungen aller Teilnehmer zu schaffen, werden die eingereichten Honigproben nach der Laboruntersuchung bis zur Verkostung des Honigs eingefroren.

Bis zur Honigsensorik werden die Proben eingefroren
Bis zur Honigsensorik werden die Proben eingefroren