Wirtschaftskönigin vs. Reinzuchtkönigin

Die Carnica Zuchtsaison und Königinnenzuchtkurse 2018!

Nächste Königinnenzuchtkurse: Am 23. Juni und 7. Juli an der Kärntner Imkerschule
Nächste Königinnenzuchtkurse: Am 23. Juni und 7. Juli an der Kärntner Imkerschule

Seit Anfang Juni haben Kärntens Carnica Belegstellen ihre Pforten wieder für Züchterinnen und Züchter geöffnet. Jene Imker, die sich auch der Carnica-Zucht widmen, leisten einen wesentlichen Beitrag für den Erhalt und die Optimierung unserer heimischen Biene. Wir erläutern hier den Unterschied zwischen Wirtschaftskönigin und Reinzuchtkönigin...

 

Die Wirtschaftskönigin

Bei einer Wirtschaftskönigin liegt zu mindestens bei einer Seite (Vater oder Mutter) eine bekannte Herkunft vor
Bei einer Wirtschaftskönigin liegt zu mindestens bei einer Seite (Vater oder Mutter) eine bekannte Herkunft vor

Eine Wirtschaftskönigin ist eine Königin, von der zu mindestens eine Seite (Vater oder Mutter) eine bekannte Herkunft nachweisen kann. Meistens handelt es sich um Königinnen die von einer geprüften Zuchtmutter abstammen und dann durch Standbegattung, also ohne Paarungskontrolle, angepaart werden. In der Generation dieser Wirtschaftsköniginnen werden die guten Eigenschaften der Mutter genützt und die Drohnen dieser Königinnen geben ebenfalls die Eigenschaften der Mutter weiter da sie genetisch sozusagen als Klon ihrer Mutter angesehen werden können. Für die weitere Zucht sind diese Königinnen jedoch nicht geeignet, da die Drohnengroßmütter („der Vater“) unbekannt sind, und es auch zu einer Einkreuzung von anderen Rassen kommen kann.

Die Reinzuchtkönigin

Bei einer Reinzuchtkönigin ist die Abstammung von „Mutter und Vater“ beiderseits bekannt
Bei einer Reinzuchtkönigin ist die Abstammung von „Mutter und Vater“ beiderseits bekannt

Bei einer Reinzuchtkönigin ist die Abstammung von „Mutter und Vater“ beiderseits bekannt. Es handelt sich hier um eine Königin bei der eine Paarungskontrolle vorliegt, d.h. sie wurde entweder auf einer Belegstelle begattet oder künstlich besamt. Solche Königinnen weisen durch die bekannte Abstammung eine bestimmte Sicherheit in der Vererbung der gewünschten Merkmale auf und können in weiterer Folge auch für die Zucht verwendet werden. Der Arbeits- und Zeitaufwand durch die Paarungskontrolle ist um einiges höher als die Anpaarung einer Wirtschaftskönigin, weshalb eine Reinzuchtkönigin gerechtfertigter Weise teurer ist.

Belegstellen stehen den Imkerinnen und Imkern in ganz Kärnten zur Verfügung

Da aktuell eine sichere, reine Standbegattung noch nicht überall möglich ist und es immer wieder zur Einkreuzung mit anderen Bienenarten kommt, stehen den Züchtern die Kärntner Belegstellen zur Begattung ihrer Königinnen zur Verfügung. Die genauen Auffahrzeiten und Lagekoordinaten entnehmen Sie den verschiedenen Belegstellen. Auffuhrgebühr: 4,00 € pro Begattungskästchen.

Königinnenzuchtkurse auch für Neueinsteiger!

23. Juni und 7. Juli an der Kärntner Imkerschule