18. November 2017: Kärntner Honigprämierung!

Bären für die Kärntner Imkerschaft

Der „Kärntner Honigbär“ - die höchste Auszeichnung die ein Kärntner Imker für seinen Honig bekommen kann
Der „Kärntner Honigbär“ - die höchste Auszeichnung die ein Kärntner Imker für seinen Honig bekommen kann

Bei der „Kärntner Honigprämierung 2017“ wurden auch heuer wieder die besten Produkte der Carnica-Imkerinnen und Imker ausgezeichnet. Und zwar mit dem „Kärntner Honigbär in Gold, Silber und Bronze“...

Unglaubliche 495 Honigproben wurden von sage und schreibe 369 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis Mitte August eingereicht, davon wurden 488 prämiert. „Das zeugt von absoluter Top-Qualität in breitem Ausmaß“, so Landesverbandsobmann Arno Kronhofer. Viele der Gewinner sind zudem Mitglieder bei Qualitätsverbänden wie „Genussland Kärnten“, „Bio Austria“ uvm. „Bewertet und geprüft werden sensorische Parameter wie Aussehen, Sauberkeit des Produktes, Zustand, Geruch, Geschmack und die Qualitätssiegelparameter wie Wassergehalt, Leitfähigkeit und Invertaseaktivität bzw. HMF-Wert“, erklärt Honigreferent und Landesverbands-Vizeobmann Valentin Koller.

Drei Kategorien

Bewertet wird in drei Kategorien: der Waldhonig, Blüten-Waldhonig und Blütenhonig. Die „Besten der Besten“ erringen die Auszeichnungen „Kärntner Bär in Gold, Silber und Bronze“. Gekürt wurden die Sieger von Agrarreferent LR DI Christian Benger, Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Johann Mößler und Genussland Kärnten-Obfrau Barbara Wakonig. Die ausgezeichneten Imker dürfen ihre Honiggläser ab sofort mit den begehrten Siegeln versehen und so die Top-Qualität ihres Erzeugnisses hervorheben.

Die prämierten Imker und Honige

Kategorie Blütenhonig

Kärntner Bär in Gold: Othmar Oberluggauer (BZV Lesachtal)

 

Kärntner Bär in Silber: Josef Stabentheiner (BZV Lesachtal)

 

Kärntner Bär in Bronze: Traugott Brandstätter (BZV Eisentratten)

Kategorie Blüten-Waldhonig

Kärntner Bär in Gold: Johann Ebner (BZV Mörtschach)

 

Kärntner Bär in Silber: Angelika Pregernig (BZV Kolbnitz)

 

Kärntner Bär in Bronze: Christa Prader-Schattleitner (BZV Brückl)

Kategorie Waldhonig

Kärntner Bär in Gold: Ing. Valentin Grader (BZV Gitschtal)

 

Kärntner Bär in Silber: Gertrude Pock (BZV Hermagor)

 

Kärntner Bär in Bronze: DI Werner Brantl (BZV Klagenfurt-Wörthersee)

„Süße Fakten“: Die Auszeichnungen nach Kategorien

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Das Kärntner Honiggütesiegel - Qualität schafft Vertrauen!

Hochbetrieb im Labor der Imkerschule

Anne Lenk bei der Untersuchung des Honigs für die Kärntner Honigprämierung
Anne Lenk bei der Untersuchung des Honigs für die Kärntner Honigprämierung

Dutzende Honige treffen nun täglich an der Kärntner Imkerschule ein, denn 11. August ist Einsendeschluss für die Honigprämierung. Nachdem Rosemarie Reinwald einen prüfenden Blick über die beigelegten Anträge geworfen hat, werden die süßen Schätze der Kärntner Imkerinnen und Imker von Laborleiterin Anne Lenk übernommen...

Honig aus Kärnten - durch unsere Carnica

Aufbauend auf den Kriterien des Österreichischen Gütesiegels, muss Kärntner Honig zwei weitere wichtige Kriterien erfüllen:

  1. Der Honig muss aus Kärnten sein, das ist durch die Pollenanalyse nachweisbar
  2. Die Imker die das Kärntner Gütesiegel verwenden, müssen sich zur Haltung der Carnica Biene bekennen

Durch die Bestimmungen der Honigqualitätsordnung soll den Konsumenten, die Honig beim Imker oder im Handel erwerben, die Sicherheit für den Erwerb eines echten Naturproduktes gegeben werden. Eine naturbelassene, hohe Qualität des Kärntner Honigs ist die Garantie für das Vertrauen der Honigkunden zum Produkt.

Die passenden Laborwerte

Die lebensmittelrechtlichen Bestimmungen und Gesetze sind einzuhalten. Um Honig mit dem Qualitätssiegel kennzeichnen zu können, muss dieser vollwertig, einwandfrei gewonnen, rein und naturbelassen sein. Hier ein Auszug aus der Kärntner Honigqualitätsordnung:

Büroleiterin Rosemarie Reinwald kümmert sich um die schriftliche Vorbereitung
Büroleiterin Rosemarie Reinwald kümmert sich um die schriftliche Vorbereitung
Im Labor der Imkerschule wird der eingereichte Honig auf die Probe gestellt
Im Labor der Imkerschule wird der eingereichte Honig auf die Probe gestellt

Invertaseaktivität:

Mindestens 37,5 Einheiten nach Siegenthaler (ES) mit Sonderregelung für Honige mit geringem natürlichen Gehalt an Fermenten.

Wassergehalt:

Maximal 17,5 %, Methode nach Chataway / Wedmore für Blütenhonig, Blüten mit Waldhonig, Waldhonig. Alpenrosenhonig bis max. 18,5 %.

HMF-Wert:

Der Hydroxymethylfurfuralgehalt (HMF-Wert) darf maximal 10 mg/kg im Imkereibetrieb und maximal 15 mg/kg im Wiederverkauf betragen.

Elektrische Leitfähigkeit:

Blütenhonige: 0 - 400 μScm-1
Blüten mit Waldhonig: Über 400 bis unter 800 μScm-1
Waldhonig: Über 800 μScm-1, entsprechende Sensorik und Zusammensetzung - typisches Zuckerspektrum, Algen, Pilzsporen....

pH-Wert:

Blütenhonige: 3,6 bis 4,5

Waldhonig: 4 bis 5,4

Kärntner Honigqualitätsordnung als Download

Die sensorische Beurteilung

Die Honigsensoriker überprüfen und bewerten die Farbe und Konsistenz, Geruch, Geschmack und die Harmonie des Honigs.

 

Um gleiche Voraussetzungen aller Teilnehmer zu schaffen, werden die eingereichten Honigproben nach der Laboruntersuchung bis zur Verkostung des Honigs eingefroren.

Bis zur Honigsensorik werden die Proben eingefroren
Bis zur Honigsensorik werden die Proben eingefroren