Ökologische Bienenhaltung

Referat für ökologische Bienenhaltung

Dennoch garantieren Bio-Imker durch die Wahl der Aufstellungsorte, dass nur geeignete Flächen wie Wälder oder im Rahmen von Umweltprogrammen bewirtschaftete Kulturen von den Bienen beflogen werden.
Um die Biodiversität im Pflanzenreich und Blüten bestäubende Insekten zu erhalten und zu ernähren, muss die Vielfalt an Wild- und Kulturpflanzen erhalten und geschützt werden.

Die wesensgemäße Bienenhaltung wird immer beliebter, mit 30 zertifizierten Bio-Imkereien ist die Anzahl in Kärnten allerdings noch bescheiden. Bienen sammeln den Nektar nicht nur auf biologisch
bewirtschafteten Flächen.

 

Dennoch garantieren Bio-Imker durch die Wahl der Aufstellungsorte, dass nur geeignete Flächen wie Wälder oder im Rahmen von Umweltprogrammen bewirtschaftete Kulturen von den Bienen beflogen werden.

Bio - Imkern ist artgerecht und naturbelassen

Naturwabenbau ist in der ökologischen Imkerei ein integrativer Bestandteil der Betriebsweise
Naturwabenbau ist in der ökologischen Imkerei ein integrativer Bestandteil der Betriebsweise

Die Bio-Imkerei ist eine artgerechte Bienenhaltung, bei der es für den Imker mit Grundüberzeugung gilt, einige Auflagen einzuhalten wie z. B.

  • Verwendung von rückstandsfreiem Bio-Wachs für die Mittelwände
  • Förderung von Naturwabenbau
  • Bio-Futtermittel (Menge, Zeitpunkt und Art der Fütterung sind dabei streng reglementiert, um Produktreinheit sicherzustellen)
  • Bienenstöcke aus natürlichen Materialien, aus unbehandeltem oder mit natürlichen Ölen behandeltem Hoz

Heimische Bienenrassen weisen eine hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten und Parasiten auf. Die notwendige Reduktion der eingeschleppten Varroamilbe wird ausschließlich mit organischen Säuren und ätherischen Ölen nach der Honigernte durchgeführt.

Bioimkern – mehr als ein Trend

Vor wenigen Jahren noch als Exoten betrachtet, sind Bio-Imkereien heute meist Vorzeigebetriebe in allen Sparten der Bienenhaltung. Egal ob als Erwerbsbetrieb geführt oder als reines Hobby zur Eigenversorgung – ökologische Imkereien bemühen sich besonders um eine wesensgemäße Bienenhaltung mit weniger Manipulationen an den Völkern, ohne aber die Varroaproblematik außer Acht zu lassen. Rückstandsfreies Bienenwachs ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso die Verwendung ökologisch hergestellter Futtermittel. Denn nur, wenn wir auch als Imkerinnen und Imker, Konsumentinnen und Konsumenten eine nachhaltige, umweltfreundliche Landwirtschaft unterstützen, können wir mit einer Verbesserung der Lebensumstände unserer Bienen in Zukunft rechnen.

Kontrollen & Zertifikate

Natürlich wird die zertifizierte Bio-Imkerei ohnehin durch genaue Richtlinien und Kontrollen geregelt. Darüber hinaus bemüht sich aber das Referat für ökologische Bienenhaltung auch kleinere, nicht zertifizierte Betriebe zu unterstützen und über gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit auf die Bedeutung einer intakten Umwelt für unsere Bienen aufmerksam zu machen. Kooperationen mit anderen Verbänden wie z.B. Bio Austria ermöglichen es uns auch, mit Landwirten und Konsumenten in Kontakt zu treten. Gemeinsam veranstaltete Kurse werden auch als ÖPUL Weiterbildungsmaßnahmen offiziell anerkannt und sind meist gut besucht.

Wirtschaftlichkeit

Unter den Bio-Imkereien in Kärnten sind auch einige durchaus wirtschaftlich orientierte Betriebe darunter, worin sich auch die Bedeutung der Imkerei als Teil der Landwirtschaft widerspiegelt. Diese halten Bienen nicht aus vorwiegend finanziellen Gründen, sind aber gut in der Lage, ihren Lebensunterhalt oder Teile davon aus der Imkerei zu bestreiten. Die Leidenschaft zum Beruf zu machen – was kann man sich Besseres wünschen?

Bioreferatsleiter Wolfram Pernull

„Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile.“

Wolfram Pernull ist seit 2019 Bioreferatsleiter des Kärntner Landesverbandes für Bienenzucht
Wolfram Pernull ist seit 2019 Bioreferatsleiter des Kärntner Landesverbandes für Bienenzucht

Dieser Satz ist für mich eine große Bedeutung, denn er spiegelt eine Grundhaltung in meinem Leben wider.

 

Mein Name ist Wolfram Pernull und wohne in Hermagor. Trotz einer Ausbildung an der HTL in Villach im Innenausbau bin ich bei der Landwirtschaft, Gemüsebau, angekommen. Diese Arbeit macht mir sehr viel Freude. Es war dann nur ein kurzer Weg zur Imkerei! Ich arbeite erst seit kurzer Zeit, mit den Bienen, dafür aber mit großer Leidenschaft!

 

Mit ist es ein Anliegen, den Bienen den Raum zu geben, den sie verdienen. Sie in ihrem natürlichen Sein zu unterstützen und damit sehe ich meine Arbeit im Bienenzuchtverein in der verstärkten Vernetzung von Menschen bei ihrer Arbeit mit den Bienen aber auch vor allem den ökologischen Gedanken weiterzutragen und gemeinsam, mit der Gruppe, weiterzuentwickeln.

 

Ebenso möchte ich auch dazu beitragen, dass der Nutzen der Bienen im Ökosystem noch stärker in die Bevölkerung getragen wird. So werde ich mich dafür einsetzen, dass die Imker und Imkerinnen durch Projekte im regionalen Bereich diesen Nutzen unterstreichen und fördern.